150402 Sapa

Für die nächsten Tage hab ich es mir mal einfach gemacht und eine Dreitagestour nach Sapa gebucht, um mich nicht mit den Details rumschlagen zu müssen. Bis dahin hatte ich aber noch einen Tag in Hanoi mit Programm zu füllen. Also immer den Touristenmengen nach zum Mausoleum von Onkel Ho wie die Vietnamesen liebevoll Ihren früheren Präsidenten nennen. Allerdings nur von aussen angeschaut. Hab mich in ne geführte Reisegruppe geschmuggelt und siehe da der Guide sprach tatsächlich deutsch. Nach einigen interessanten Erklärungen zur Person und Historie mit einigen durchaus kritischen Bemerkungen zur jetzigen politischen Lage ist die Gruppe dann weitergezogen und ich bin weiter zum Armymuseum , einem weiteren Ort der Heldenverehrung.

Leider waren die meisten Erläuterungen zu den Ursachen und zum Verlauf der Auseinandersetzungen in vietnamesisch gehalten und mussten später im Café nachgegoogelt werden. Die einzigen englischen Informationen an den Ausstellungsstücken lasen sich dann regelmäßig so: „Diese aus alten Reifen gefertigten Sandalen wurden von Kamerad XY getragen als er drei Angreifer eleminierte und beim Abschuss eines US-Bombers half.“

Nach einem Abstecher zum West-Lake und einer dort auf einer kleinen Insel angesiedelten Pagode war der Tag auch schon fast vorbei und ich musste mein Reisegepäck für Sapa packen und den Nachtzug nach Lao Cai erreichen. Von dort ging es in aller Frühe mit dem Bus weiter nach Sapa, einer kleinen französisch geprägten Stadt in den nördlichen Bergen Vietnams. Hier startete dann das eigentliche Vergnügen, Trecking durch die Bambus-Wälder und Reis-Felder die hier aufgrund der Topographie der engen Gebirgstälern in typischen Terrassen angelegt sind. Unsere neunköpfige Truppe übernachte dann bei Einheimischen im Matratzen-Lager auf dem Dachboden und kehrte heute nach weiteren bergauf und bergab nach Sapa zurück. Morgen steht dann noch ein weiterer Ausflug an bevor es wieder retour nach Hanoi geht.

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Selbst im Army-Museum Hanoi werden die Ausstellungsstücke hübsch mit Bonsai-Pflanzen umrahmt.

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Steingarten der Tran Quoc Pagode am West-Lake Hanoi.

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Die Koje im Nachtzug war leider etwas zu kurz um ausgestreckt liegen zu können. Trotz wenig Schlaf war die Stimmung dennoch gut.

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Unsere Truppe beim Abstieg zur Übernachtungshütte in Giang Ta Chai.

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Gemeinsames Abendessen auf dem Treck

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