150406 Cat Ba Island

 Am Samstagabend vor dem Aufbruch nach Cat Ba Island war in Hanoi wieder Nachtmarkt mit Verkaufs- und Essens-Ständen im gesamten Old Quarter. So hab ich den Abend mit diversen kleinen Snacks und ein paar Bia Hoi bei kurzweiliger Straßenmucke und Feuer-Jonglage verbracht.

Ostersonntag dann die Busfahrt nach Haiphong und Übersetzen mit einem alten Tragflügelboot russischer Bauart (Hydrofoil) nach Cat Ba. Mittags dann das Hotel bezogen, übrigens mit 8 Dollar das billigste aber bei weitem nicht das schlechteste bisher, und den Rest des Tages am Strand verbracht. Endlich mal eine Möglichkeit sich bei der Hitze in den Wellen der Lan Ha Bucht abzukühlen.

Bevor dann der Müßiggang gänzlich Besitz ergreift war am nachsten Trecking im Nationalpark angesagt. 15 Kilometer vom Inneren der Insel zur Küste mit anschließender Bootsfahrt zurück zum Hafen klangen eigentlich nach einer leichten Aufgabe. Ich hatte jedoch nicht mit der elend feuchten Hitze des Urwaldes und der menschenverachtenden Wegeführung gerechnet. Innerhalb kürzester Zeit war ich komplett durchgeschwitzt. Zunächst ging es auf recht gut ausgebauten Wegen voran, dann folgten enge Dschungelpfade mit steilen Treppenaufstiegen (unser Guide sprach von vieren, ich zählte mindestens doppelt so viele), die dann übergingen in natürlich gewachsene Karstfelsen, die es zu erklimmen galt. Nach einer kleinen Rast am Hochpunkt der Strecke gings dann auf ähnliche Weise wieder bergab. Die letzte Teilstrecke nach der dringend benötigten Lunchpause bei Bekannten unseres Guides führte uns dann durch eine Talebene entlang von Reisfeldern wieder sanft hinab zur Küste, wo bereits ein Boot wartete für die Rückfahrt zum Hafen. Weitere Kletterei wäre auch nicht mehr drin gewesen.

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Nachtmarkt in Hanoi. Jedes Wochenende kann man hier bis Mitternacht unter freiem Himmel einkaufen ohne von den Unmengen an Motorrollern belästigt zu werden, die sonst die Straßen bevölkern.

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Livemusik im Old Quarter von Hanoi. Die drei musizierten mit Violine, Gitarre und Cajon auf hohem Niveau vor größtenteils vietnamesischem Publikum.

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Die Bucht von Cat Ba Town vom Cannon Fort aus aufgenommen, einer alten Seegeschützstellung aus den Tagen des Indochina- und Vietnamkonflikts.

WP_20150406_002Trecking im Nationalpark Cat Ba zusammen mit Lora und Zack (im Bild) aus Amerika sowie unserem Führer Dan.

WP_20150406_008Die seltenen Cat Ba Languren haben wir nicht zu Gesicht bekommen, dafür allerlei Kleingetier wie Schmetterlinge, Spinnen, Ameisen und Geckos, die keinerlei Scheu vor den Wanderern zu haben scheinen.

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Eine Senke im Dschungel hat sich mit Wasser gefüllt und beheimatet Frösche, Schlangen und Krabben. Laut unserem Guide allesamt ungiftig wie alle übrigen Tierchen auf der Insel.

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Der Weg durch den Park führte stellenweise durch dichten Dschungel oder über scharfkantige Karstfelsen. Immer wieder war Klettern angesagt, von diesen Stellen gibt es aus gutem Grund keine Fotos, da hier beide Hände und höchste Konzentration gefragt waren.

 

 

 

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