150408 Cat Ba Island

Heute stand eine Bootsrundfahrt in die berühmte Halong-Bucht auf dem Programm. Hunderte Karstfelsen ragen dort aus dem Golf von Tonkin, die meisten völlig unzugänglich und von menschlichen Einflüssen verschont, bilden sie ein eigenes Ökosystem und Rückzugsgebiet für etliche Tier- und Pflanzenarten. Dabei besuchten wir auch die schwimmenden Dörfer in der Lan Ha Bucht, konnten mit Kajaks ausgewählte Buchten selbst erkunden, wurden vom Käpt’n höchstpersönlich bekocht und machten zwischendurch noch Stopps zum Baden, Schnorcheln und Affenfüttern. Volle Bespaßung war also angesagt und das anfangs trübe Wetter wurde im Laufe des Tages auch immer freundlicher.

Dafür regnete es am nächsten Tag und die Temperaturen erreichten ein Maß dass ich zum ersten Mal meine Windjacke aus den Tiefen des Rucksacks kramen musste. Ich mietete mir dennoch einen Roller um die Insel von Land aus zu erforschen. Eine wunderschöne Küstenstraße, teilweise noch im Bau (Offroad-Adventure), Landschaften die stark an die Filme Jurrassic Park und Avatar erinnern und einige Grotten die zu Fuß besichtigt werden können sind die Highlights der Rundfahrt. Zum Abschluss noch zum Cannon-Fort hoch über Cat Ba Town gelegen mit tollem Rundumblick trotz des trüben Wetters.

Da die Vorhersage keine Besserung in Aussicht stellt, verlasse ich morgen die Insel Richtung Süden (Ninh Binh, Dong Hoi, Hoi An). Aber auch dort ist zunächst wechselhaftes Aprilwetter angesagt.

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Fischerboot ankert im Bereich einer Grotte unter einem Felsen in der Lan Ha Bucht. In der Strömung sieht man oft Fischschwärme stehen.

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Schwimmende Fischerhäuser umgeben von Aquakulturen und Bambusbooten in der Han La Bucht.

WP_20150407_009Die Karstfelsen der Halong Bucht. Viele sind üppig bewachsen, andere fast kahl. Aber alle ragen steil aus dem Meer und werden vom Seegang an der Basis ordentlich ausgehöhlt.

WP_20150407_022Einige der Grotten in der Halong Bucht konnten wir auf eigene Faust mit Kajaks erkunden.

WP_20150407_036Die einzelnen Buchten sind oft durch winzige Höhlen verbunden die nur mit Kajaks befahren werden können.

WP_20150407_041Zwischenstopp auf Monkey-Island zum Baden und Bergsteigen und natürlich zum Affen-Gaffen. Die kleinen Biester sind allerdings manchmal recht vorlaut.

WP_20150407_047An taktisch günstiger Stelle entlang des schmalen Bergpfades lauern die kleinen Affen auf Beute. Also alles was nach Futter aussieht oder etwas Essbares enthalten könnte wie Rucksäcke, Kamerataschen oder Plastiktüten.

WP_20150407_052Hat man es durch die Affenhorde geschafft wird man nach etwas Kletterei mit einer tollen Aussicht über die Insel und die angrenzende Bucht belohnt.

WP_20150408_005Die Felsformationen setzen sich an Land ähnlich wie in der Bucht fort. In den Tälern zwischen den Karstfelsen wird Reis angebaut und Fischzucht betrieben.

WP_20150408_012Einige Grotten sind auch zu Fuß zu erkunden. Viele dienten im Krieg als Luftschutzbunker oder Nothospital bei Bombenangriffen auf die naheliegenden Städte Haiphong und Hanoi sowie die Häfen der Bucht.

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