150626 Melaka

Melaka war einst eine wichtige Hafen- und Handelsstadt und wurde dadurch von vielen ausländischen Einflüssen geprägt. Hier ließen sich Chinesen, Inder, Siamesen und während der Kolonialzeit Portugiesen, Niederländer, Briten und andere Europäer nieder. Entsprechend vielfältig ist die Architektur und es gibt auf engstem Raum chinesische Tempel, Hindutempel, christliche Kirchen und Moscheen aus dieser Epoche.
Mit der Verlagerung der Handelszentren nach Penang und Singapur verlor Melaka an Relevanz und setzt heute ganz auf Tourismus. Zu den bereits vorhandenen Hotelburgen soll in Zukunft eine Hafencity auf vorgelagerten künstlichen Inseln nach dem Vorbild von Dubai entstehen. Bisher sind davon aber nur Anfänge zu erahnen.

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Ein Wohn- und Handelssitz der Baba Nyonya in der Jonkerstreet. Baba sind die männlichen und Nyonya die weiblichen Nachkommen aus chinesisch-malayischen Mischehen.

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Die Niederländer besteuerten die Gebäude nach Baubreite und Anzahl der Fenster. Wer sparen wollte baute deshalb schmal und mit wenigen großen Fenstern.

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Die Häuser wurden entsprechend lang (bis zu 60 Meter) und mit mehreren Innenhöfen versehen um Luft und Licht hereinzuholen.

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St. Paul‘s Church mit Leuchturm auf dem Bukit (Berg) Melaka.

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Rekonstruktion des Sultans-Palastes von Melaka.

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Der Palastgarten dürfte im Original auch etwas anders ausgesehen haben.

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Christchurch und Stadthuys wurden während der niederländischen Kolonialherrschaft errichtet und prägen heute mit ihrem roten Anstrich das Bild der Innenstadt.

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Im Nachbau der „Flora de La Mar“, einem portugiesischen Handelsschiff, ist das Maritim-Museum untergebracht.

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Das „Rote Huys“ beherbergt heute ein Islam-Museum. Durch die kleine Pforte geht’s hinauf auf den Hausberg von Melaka.

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Die Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt kann man bequem zu Fuß erwandern. Wem es zu heiß ist oder schneller unterwegs sein möchte mietet sich eine der liebevoll dekorierten Fahrrad-Rickshaws. Leider haben manche auch ohrenbetäubende Ghettoblaster als Sonderzubehör an Bord.

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Melaka Gateway ist ein ehrgeiziges Projekt um die Schönen, die Reichen und die ganz schön reichen nach Malaysia zu locken. Immerhin gibt es bereits eine Insel mit einigen Hotels und ein paar Baustellen.

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Am Festland dagegen wird schon kräftig an neuen Behausungen und Unterkünften gearbeitet.

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Kampung Hulu Moschee im alten Viertel bei Nacht.

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Uferbeleuchtung des Melaka River.

3 Kommentare

  1. Karl Beck says:

    Hallo Jens,
    kurzer Kommentar. Beeintruckend diese Bilder von den Grossstädten Malaysias. Interessant für einen Architekten.Der Twintower ist meines Wissens das höchste Gebäude der Welt. Danke für die vielen tollen Bilder. Papa

  2. gerhard wirth says:

    erstaunlich und erschreckend wie auch in Malaysia
    die Europäer „fleissig“ MITGEMISCHT haben. fast müssen wir froh
    sein, dass hier nicht auch „deutsche Kolonialherren“ genannt werden. unsrem lieben hausarchitekten muss freilich allerorts das herz höherschlagen. und uns Zuschauern gefällts auch—DANKE!!

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