150905 Alor – Kepa – Pura – Pantar

Alor ist eine kleine Insel im Südosten Indonesiens die vom Tourismus noch fast unberührt ist. Auf dem Flug von Kupang war ich offensichtlich auch der einzige Nichteinheimische. Die Abwesenheit von jeglichen Reiseagenturen, Taxifahrern und Shopping-Malls ist ab und zu ganz angenehm. Zumal ich mit meiner Unterkunft bei La Petit Kepa ausgesprochenes Glück hatte. Ein französisches Paar hat hier auf der vorgelagerten Insel Kepa ein kleines Bungalow-Dorf aufgebaut und betreibt zusätzlich eine Tauchbasis mit eigenem Boot.
Eine Woche lang genoss ich die hervorragende lokale Küche und die farbenfrohen und artenreichen Korallenriffe rund um die Inseln Alor, Pura und Pantar. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf den kleinen unscheinbaren Dingen wie gut getarnten Scorpionfischen, winzigen Seepferdchen, extravaganten Nacktschnecken, verschiedensten Frogfischen und vielen weiteren seltenen Kreaturen. Nebenbei konnten wir noch den ein oder anderen Hai beobachten (Treshershark, Blacktip Reefshark, Wobbegongs) und vom Boot aus sahen wir fast täglich Delfine und Mondfische im kalten strömungsreichen Wasser vorbeiziehen.

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Fischer-Hütte und typisches Auslegerboot das die Locals zum Transport und Angeln benutzen. Täglich stand frischer Fisch auf dem Speiseplan, dazu diverses einheimisches Gemüse und saisonale Früchte.

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Mein Bungalow direkt am Meer. Im unteren offenen Bereich konnte man tagsüber wunderbar abhängen, im überdachten oberen Teil befand sich das Schlafgemach.

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Ein Dach überm Kopf und ne Matratze mit Moskitonetz, mehr braucht es hier nicht. Geduscht wurde in einer separaten Hütte mit Schöpfkelle und Frischwasser aus einer nahegelegenen Quelle.

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Ausblick aus der Hängematte.

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Die Bungalows von der Wasserseite aus gesehen. Am Hausriff direkt davor konnte man jederzeit baden und schnorcheln.

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Und wenn die Sonne mal zu arg brannte gab es hier und da einen Strand-Shelter als Unterschlupf.

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Ausblick vom Motorroller beim Ausflug in die Berge Alors.

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Die Riffe in dieser Gegend sind weder durch Dynamitfischen noch durch die Korallenbleiche oder Bootsanker beeinträchtigt. Es gibt in Kalabahi wohl eine weitere Tauchbasis doch zu Gesicht bekommen haben wir kein einziges anderes Boot.

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Blackdotted Pufferfisch.

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Gut getarnter Oktopus zwischen Felsen.

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Stattlicher Gelber Frogfisch.

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Die leuchtend bunten Seeigel haben nicht nur Stacheln sondern auch etliche Nesselzellen wie ich selbst erfahren durfte als ich mich für ein Foto zu nah rantraute.

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Der Leaf-Scorpionfisch tarnt sich als Blatt und wiegt sich gerne in der Strömung hin und her um die Täuschung zu perfektionieren.

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Die extravaganten Rotfeuerfische waren an fast jedem Riff zu sehen. Äußerst ansehnlich aber hochgiftig.

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Diese Seepferdchen ließ sich noch einigermaßen gut ablichten, wogegen bei den nur Millimeter großen Pygmy-Seahorses meine Kamera versagte.

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Scorpionfisch am Seegrund im Flachwasser.

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Die außergewöhnliche Electric Flame Clam wird wegen ihrer „Lightshow“ auch Disko-Muschel genannt.

Video: violetter Steinfisch

Video: Putzer-Shrimps und kleine Grabben

Video: Oktopus im Tarnmodus

Video: Große Schule von Delfinen rund ums Boot

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