150425 Phonsavan

Die Fahrt im VIP-Bus von Paksan nach Phonsavan war dieses Mal sogar recht angenehm. Denn das VIP steht für etwas größere Sitzabstände, was mir natürlich entgegenkommt.
In Phonsavan selbst ist nicht so viel geboten aber drumherum hat es einige Besichtigungspunkte. Nur hat leider das Wetter, sprich die beginnende Regenzeit, die Open-Air-Unternehmungen eingeschränkt bzw. mitbestimmt.
Aber es hatte auch schöne Abschnitte in denen ich zusammen mit Maelle, einer Französin, die gleichzeitig mit mir angekommen ist, die „plain of jars“ besuchte oder eine kleine Treckingtour zum Tad Ka Wasserfall machte. In der verregneten Zeit besuchte ich die Mulberry Silk Worm Farm und das Visitor Center der Mines Advisory Group (MAG). In ersterem kann man wie der Name schon sagt die Aufzucht der Seidenraupen und die Herstellung von Seide beobachten, in zweiterem wird anschaulich dargestellt welche verheerenden Folgen die Bombardements im Vietnamkrieg für Laos hatten und bis heute noch haben. Die Gegend um die alte Hauptstadt war neben dem Süden des Landes (Ho Chi Minh Trail) Hauptkampfgebiet, Phonsavan wurde erst nach dem Krieg als Ersatz für die völlig zerstörte Capitale gegründet. Bis heute sind große Regionen durch UXO (Blindgänger) belastet und jährlich sterben viele Leute durch Explosionen von alten Streubomben oder Minen. Die MAG ist eine Organisation die dafür sorgt dass wenigstens die wichtigsten Bereiche für Infrastruktur, Tourismus und Landwirtschaft freigeräumt werden.

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Abendstimmung am Mekong in Paksan

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Ganz störungsfrei verlief die Busfahrt nach Phonsavan nun doch nicht. Ein Getränkelaster musste aus dem Straßengraben geborgen werden.

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In Phonsavan werden die Relikte des Krieges gerne als Dekoration für die Touristen verwendet.

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Kein Museum, hier haben wir den Motorroller gemietet. Die Qualität war leider entsprechend schrottig. Den Rückweg legte der Roller auf der Ladefläche eines Tuktuk zurück. Multiple Speichenbrüche am Hinterrad.

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Plain of Jars, Ebene der Steinkrüge. Die Urnen wurden früher zur Bestattung genutzt.

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Viele sind durch Naturereignisse oder Kriegseinwirkungen zerstört.

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Treckingtour zum Tad Ka Wasserfall

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Dabei wurde ich auf hinterhältigste Weise von blutsaugenden Vampiren angefallen.

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Die Dorfbewohner nutzen die Reste der entschärften Munition als konstruktiven Holzschutz. Es kommt aber immer noch vor dass versehendlich scharfe Blindgänger mit eingesammelt und an Schrotthändler verkauft werden.

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