150502 Luang Prabang – Pak Beng – Huay Xai

Die letzten Tage sind dahingeflossen wie ein großer breiter Fluss. Und tatsächlich habe ich mit sechs weiteren Asien-Backpackern zwei Tage auf einem Slowboat verbracht um den Mekong hinauf nach Huay Xai zu schippern. Da gibt es wenig zu tun als die Seele baumeln und die dicht bewachsenen Dschungelufer an sich vorbeiziehen zu lassen. Sehr entspannend, zumal wir an Bord sehr viel Platz hatten und der Mekong bis auf ein paar Stromschnellen keinerlei Schlaglöcher vorzuweisen hat. Was für eine Wohltat gegenüber den leidigen Bustouren der vergangenen Wochen.
Ein Zwischenstopp zur Übernachtung in Pak Beng war notwendig da nur die berüchtigten Speedboats den Weg in einem Tag packen. Aber sieben Stunden in einer übermotorisierten Nussschale ohne Sonnenschutz wollte ich mir nicht geben. Bezeichnenderweise tragen die meisten Passagiere darin Schutzhelme, was im Straßenverkehr eher selten der Fall ist.
Abends hatten wir dann einen der Käptens bei uns am Tisch in der einzigen Bar die noch nach 23 Uhr offen war. Er bastelte für seine Kinder Figuren aus den Bierflaschen-Etiketten. 8 Flaschen für eine Spinne, 10 Flaschen für einen Skorpion. Entsprechend feuchtfröhlich und ausgelassen war der Abend.
Heute in Huay Xai war dann etwas leichtes Sightseeing angesagt und am Abend konnte ich einer Zeremonie zum Geburtstag Buddahs beiwohnen die von den hiesigen Mönchen mit Trommelrhytmen, Gesängen, chorartigen Gebeten und einer abschließenden Lichterprozession begangen wurde. Leider hatte ich keine Kamera dabei um ein paar Impressionen festzuhalten.
Die nächsten drei Tage ist Dschungel-Camp angesagt, Trecking mit Übernachtungen in Baumhäusern und hoffentlich ein paar Schnappschüssen der in dem Gebiet lebenden Gibbons.

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Mit solchen Langbooten mit Kabinenaufbau wird auf dem Mekong ein Großteil des Personen- und Güterverkehrs abgewickelt.
Mit den flachen Rümpfen kommt man auch an seichten Stellen weiter und kann nahezu überall anlegen.

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Die meisten Schiffseigner wohnen auch auf ihren „Slowboats“. Teilweise bilden sich so kleine schwimmende Gemeinden am Ufer.

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Es waren nur wenige Passagiere an Bord. Die konkurrierenden Schnellboote schaffen die Strecke in nur einem Tag und die meisten Touristen verkehren von Thailand kommend in der Gegenrichtung.

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Dafür haben wir beim Zwischenstopp in Pak Beng eine neue Spezies entdeckt und Beerlao-Spider getauft.

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Ausblick vom Tempel in Huay Xai, auf der anderen Seite des Mekong liegt bereits Thailand.

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