150712 Sipadan

Von den Perhentian Islands mit dem Speedboat nach Kuala Besut, mit dem Nachtbus nach Kuala Lumpur, am nächsten Tag in den Flieger nach Kota Kinabalu, und wieder ein Nachtbus nach Semporna, am nächsten Morgen mit dem Boot zur Insel Mabul. Und warum diese Strapazen? Man sagt, rund um die Insel Sipadan gäbe es die besten Tauchplätze Malaysias. Ich befinde mich gerade in Sabah an der Nordostspitze des malayischen Teils Borneos und versuche dies zu überprüfen. Genauer gesagt auf einer alten Ölbohrplattform die man zu einem Hotel mit Tauchbasis umgebaut und vor der Insel Mabul installiert hat. Diese einmalige Unterkunft, die Zimmer sind aufeinandergestapelte Überseecontainer, bietet sogar unterhalb des Rigs ein eigenes Hausriff an. Das eigentliche Ziel war aber der geschützte Unterwasserpark rund um die Insel Sipadan.
Was ich hier an Fischreichtum erleben durfte habe ich an keinem sonstigen Tauchplatz bisher erlebt. Neben all den bunten Schwarmfischen und allerlei Kleingetier wurden wir hier mit Schulen von Jackfischen, Barracudas und Bumpheads verwöhnt. An jeder Ecke konnte man Schildkröten beim Fressen zuschauen (auf der Insel ist eine Aufzuchtstation) und etliche Riffhaie liegen tagsüber faul im Sandgrund und lassen die Taucher meist ungerührt vorüberziehen. Eine Schule von etwa 30 kleinen Grauhaien konnten wir sogar freischwimmend ihre Kreise ziehen sehen.
Auch die Tauchplätze rund um Mabul und Kapalai boten tolle Erlebnisse und seltene Sichtungen.
Die vier Tage auf dem Seaventures Dive Rig waren ein einzigartiges Erlebnis, dass ich jedem Unterwasserfreund nur wärmstens empfehlen kann.

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Das Dive Rig in voller Pracht. Nicht hübsch aber selten.

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Mit dem Aufzug erreicht man vom Boot aus die Plattform. Beim Hausrifftauchen kann die Bühne soweit abgesenkt werden dass man hineinschwimmen kann und aus dem Wasser gehoben wird. Ein äußerst bequemer Ausstieg.

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Die ehemalige Hubschrauber-Landeplattform wird nun als Sonnendeck genutzt.

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Lobby mit Bar und „Speisesaal“, davor die Vorbereitung der Tauchgeräte.

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Am Hausriff weht die malayische Flagge in der Strömung. Die Fische lässt das kalt, wir mussten ein wenig strampeln.

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Rotfeuerfisch beim Orientierungstauchgang unterm Rig.

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Sipadan Island ist unbewohnt, ein früheres Resort wurde aus Schutzgründen wieder geschlossen. Es gibt nur eine Aufzuchtstation, ein Office für die Anmeldung und ein paar Hütten für die Fütterung der Taucher zwischen den Tauchgängen. Außerdem betreibt das malayische Militär hier einen kleinen Außenposten.

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Wimpelfische überm Riff.

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Weißspitzenhaie schlafen hier gerne während des Tages.

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Schildkröte beim Korallenfuttern.

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Mark einer meiner Buddies mit einem kapitalen Bumphead Parrotfish.

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Die Schwarmfische halten sich meist im flachen Wasser über den Korallenriffen auf.

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Diese Große Muräne wurde auf den Namen Bruce getauft und ist immer im gleichen Gebiet unterwegs.

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Tarnung ist immer ein probates Mittel um sich die beste Beute zu ergattern …

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… oder sich vor Fressfeinden zu verstecken.

3 Kommentare

    • jensbeck2015 says:

      Fische und Taucher tun sich im Regelfall gegenseitig nicht weh. In der Unterwasserwelt gibts aber natürlich auch Jäger und Gejagte. So kann man manchmal Barrakudas oder Haie beobachten die in Schwärme von Kleinfischen hineinstoßen um eine Mahlzeit zu ergattern. Die meisten jagen jedoch nachts.

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